In der aktuellen Folge von "Sucht&Ordnung" begrüßen wir Lennardt, einen 25-jährigen ehemaligen Arbeitskollegen und Freund. Lennardt, der selbst kein Suchtproblem hat, teilt seine Perspektive auf gelegentlichen Drogenkonsum, insbesondere Gras. Sein erster Kontakt mit Drogen war mit 15 durch Alkohol, gefolgt von Cannabis mit 18 und schließlich der Erprobung weiterer Substanzen wie Ecstasy, Speed, Kokain und LSD.
Als sportlich aktiver Mensch sieht Lennardt seine größte Herausforderung in der Nikotinsucht, vor allem aufgrund seiner Lungenkrankheit. Trotz seines täglichen Zigarettenkonsums ist er entschlossen, in Zukunft damit aufzuhören. Gras ist seine bevorzugte Droge, die er zur Entspannung nutzt, wobei er sich bewusst ist, dass der Konsum seine Produktivität beeinträchtigen kann. Lennardt betont die Bedeutung, sich täglich kleine Ziele zu setzen, um Glückshormone auch ohne Drogen freizusetzen.
Lennardt ist überzeugt, dass man einen verantwortungsvollen Umgang mit Drogen erlernen kann, obwohl er selbst den Drang zum Wegschießen selten verspürt. Er rät, sich bei Rückschlägen Unterstützung zu suchen und motiviert zu bleiben. Zudem kritisiert er die Prohibitionspolitik und die damit verbundene Doppelmoral im Vergleich zum gesellschaftlich akzeptierten Alkoholkonsum.
Mischkonsum ist ein häufiges Phänomen in Lennardts Erfahrung, wobei er betont, dass Alkohol oft den Wunsch nach weiteren Drogen weckt. Dennoch kann er nicht sagen, dass der Drogenkonsum in seinem Leben großen Schaden angerichtet hat. Vielmehr hat er auch positive Erfahrungen gemacht, wie die Aufarbeitung persönlicher Geschichten unter dem Einfluss von LSD.
Lennardt geht offen mit seinem Drogenkonsum um, sowohl innerhalb seines Freundeskreises als auch gegenüber seiner Familie, wobei er das volle Ausmaß seines Konsums nicht teilt. Zum Abschluss rät er den Zuhörern, dankbar für ihr Leben zu sein und Drogen, wenn überhaupt, bewusst zu konsumieren.
Diese Episode bietet Einblicke in die Perspektive eines gelegentlichen Drogenkonsumenten und thematisiert die Wichtigkeit von Selbstreflexion, Dankbarkeit und bewusstem Umgang mit Substanzen.





