Opium – Der Ursprung der Opioide
Opium ist ein natürlicher Wirkstoff, der aus dem getrockneten Milchsaft der Schlafmohnpflanze (Papaver somniferum) gewonnen wird. Es ist eine der ältesten bekannten Substanzen mit psychoaktiver Wirkung und wurde über Jahrtausende sowohl als Heilmittel als auch als Rauschmittel genutzt.
Opium enthält mehrere wirksame Alkaloide, darunter Morphin und Codein, die stark schmerzlindernd wirken. Diese Substanzen bilden die Grundlage vieler moderner Opioid-Medikamente. Trotz seines medizinischen Potenzials birgt Opium ein hohes Risiko für Missbrauch, Abhängigkeit und schwere gesundheitliche Schäden, insbesondere bei langfristigem Konsum.
Was ist Opium?
Opium ist ein pflanzliches Produkt, das aus dem Milchsaft unreifer Samenkapseln der Schlafmohnpflanze gewonnen wird. Es enthält zahlreiche psychoaktive Alkaloide, darunter:
- Morphin: Der Hauptwirkstoff, bekannt für seine starke schmerzlindernde Wirkung.
- Codein: Mildes Schmerzmittel und Hustenblocker.
- Thebain: Eine Vorstufe für die Herstellung von synthetischen Opioiden wie Oxycodon.
Opium wurde historisch als Schmerzmittel, Schlafmittel und Rauschdroge verwendet. In der heutigen Zeit wird es vor allem in der Herstellung von Medikamenten wie Morphin und Codein verwendet.
Wie sieht Opium aus?
Opium tritt in verschiedenen Formen auf:
- Rohopium: Braune, zähe Masse mit einem charakteristischen, scharfen Geruch.
- Räucheropium: Gereinigtes Opium, das getrocknet wurde und oft als kleine Stücke verkauft wird.
- Opiumextrakte: Flüssige Zubereitungen, die in der traditionellen Medizin oder für die Herstellung von Medikamenten verwendet werden.
Wie wird Opium konsumiert?
Die Konsumform beeinflusst die Intensität und Dauer der Wirkung:
- Rauchen: Die häufigste Konsumform im Freizeitbereich. Das Opium wird erhitzt und der entstehende Rauch eingeatmet.
- Oral: Einnahme als Tee, Kapsel oder Lösung, was zu einer langsameren und länger anhaltenden Wirkung führt.
- Intravenös: Selten, da Rohopium für diese Form ungeeignet ist. Injiziert werden meist daraus gewonnene Opioide wie Morphin.
Wie wirkt Opium?
Kurzfristige Wirkung:
Opium bindet an die Opioidrezeptoren im Gehirn, wodurch Schmerzempfindung, Angst und Stress reduziert werden. Typische Effekte sind:
- Starke Entspannung und Wohlbefinden („Opiumrausch“)
- Schmerz- und Angstlinderung
- Leichte Euphorie
- Sedierung und Schläfrigkeit
Die Wirkung tritt je nach Konsumform nach 10–30 Minuten ein und hält 3–6 Stunden an.
Langfristige Wirkung:
- Chronische Müdigkeit und Antriebslosigkeit
- Körperliche Anpassung, wodurch immer höhere Dosen benötigt werden
- Psychische Probleme wie Depressionen
Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?
Kurzfristige Risiken:
- Atemdepression: Lebensgefährliche Verlangsamung der Atmung bei Überdosierung.
- Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung.
- Benommenheit und verlangsamte Reaktionsfähigkeit, was das Unfallrisiko erhöht.
Langfristige Risiken:
- Starke körperliche Abhängigkeit und schmerzhafte Entzugserscheinungen.
- Organschäden, insbesondere an Leber und Nieren.
- Geschwächtes Immunsystem und erhöhtes Risiko für Infektionskrankheiten.
Mischkonsum:
Die Kombination von Opium mit anderen Substanzen, insbesondere Alkohol oder Beruhigungsmitteln, erhöht das Risiko einer tödlichen Atemdepression erheblich.
Opium hat ein sehr hohes Abhängigkeitspotenzial, sowohl körperlich als auch psychisch. Die Toleranzentwicklung tritt schnell ein, sodass Konsumenten oft die Dosis erhöhen müssen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Wie ist die rechtliche Lage?
- Deutschland: Opium ist ein nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel und fällt unter das BtMG. Der Besitz, Handel und Konsum sind illegal.
- Medizinische Verwendung: Opium wird in der Herstellung von Medikamenten wie Morphin oder Codein genutzt, jedoch unter strengster Kontrolle.
- International: In vielen Ländern ist der Besitz und Handel von Rohopium illegal. In einigen Regionen wird es traditionell genutzt (z. B. in Afghanistan oder Indien).
Tipps für Safer Use
- Kein Mischkonsum: Opium sollte niemals mit Alkohol, Benzodiazepinen oder anderen ZNS-dämpfenden Substanzen kombiniert werden.
- Kontrollierte Dosierung: Überdosierungen sind lebensgefährlich, daher sollte die Dosierung genau beachtet werden.
- Pausen einlegen: Regelmäßiger Konsum führt schnell zu Toleranz und Abhängigkeit.
Therapeutisches Potenzial
Opium hat eine lange Geschichte als Heilmittel und wird auch heute noch indirekt medizinisch genutzt:
- Schmerzlinderung: Morphin, das aus Opium gewonnen wird, ist eines der wirksamsten Schmerzmittel in der modernen Medizin.
- Hustenstiller: Codein, ein weiterer Bestandteil von Opium, wird in Hustenmedikamenten eingesetzt.
- Traditionelle Medizin: In einigen Kulturen wird Opium noch immer als Heilmittel verwendet, z. B. bei Magenbeschwerden oder Schlafproblemen.





